Meine Mama war nicht immer so …

Marion T., Anfang 40, freiberuflich tätig, verheiratet, Mutter von 3 Kindern

Wer in deiner Familie ist suchtkrank und wie geht es ihr/ihm jetzt?

Meine Mutter ist alkoholkrank und psychisch krank, ich habe momentan keinen persönlichen Kontakt zu ihr.

Wann hat alles angefangen?

Ich war ein Teenager, als bei meiner Mutter eine psychische Erkrankung ausbrach. Sie trank vorher schon Alkohol, aber das war noch einigermaßen im Rahmen. Ab und an diskutierte mein Vater mit ihr, doch sie beschimpfte ihn dann, dass er das alles übertreibe. Durch die Erkrankung nahm das Trinken einen exzessiven Verlauf an. Doch die psychische Erkrankung war für uns eine viel größere Belastung und wenn mein Vater wieder leere Flaschen gefunden hatte, sahen wir den Alkoholkonsum als eine Begleiterscheinung der Krankheit an. Sie rauchte auch sehr stark, das fand ich sehr störend. Meine Mutter trank nie vor mir, allerdings habe ich sie oft betrunken erlebt.

Was ist deine schlimmste Erinnerung, die du erzählen magst?

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Ich interviewe mich…..

Interview von und mit MONIKA SCHIEßLER

Ja, ich interviewe mich selber 🙂 denn wenn ich mir von Angehörigen wünsche, dass Sie Ihre Geschichte erzählen, um anderen Angehörigen zu helfen, dann möchte ich mich nicht ausschließen und mache gleich hier den Anfang.

Meine persönlichen Daten:

Ich bin 44 Jahre alt, glücklich verheiratet, meine Jungs sind 13 und 16 Jahre alt, ich arbeite freiberuflich als Coach und Suchtkrankenhelferin.

Wer in deiner Familie ist suchtkrank und wie geht es ihr/ihm jetzt?

Meine Mama war depressiv und alkoholkrank, sie ist vor 6 Jahren gestorben.

Wann hat alles angefangen?

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Meine Mama ist medikamentenabhängig…..

Interview mit Angehörigen von Suchtkranken!

Hier erzählt uns Steffi H. Ende Zwanzig, Bürofachangestellte, verheiratet, ein Kind Ihre Geschichte:

Wer in deiner Familie ist suchtkrank?

Meine Mutter ist seit 2004 trockene Alkoholikerin und wurde danach medikamentenabhängig.

Sie war 2004 schwer krank, sie hatte sich ihre Bauchspeicheldrüse durch das Trinken zerstört. Als sie zur Operation ins Krankenhaus musste, hat sie zwangsweise einen Entzug gemacht. Der aber in Kombination mit der OP dazu führte, dass sie 3 Wochen ins Koma versetzt werden musste.

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Wo bekomme ich Hilfe?

Ein Suchtkranker beschäftigt Sie sehr, Sie möchten gerne helfen, ihn vielleicht sogar retten, doch alle Versuche sind bis jetzt fehlgeschlagen…

Sie suchen nach Hilfe, Hilfe für sich und am besten für den Süchtigen, doch wohin können Sie sich wenden?

Eine Anlaufstelle ist die SUCHTHOTLINE, dort können Sie 24 Stunden jemanden erreichen und reden, die Telefonnumer : 089 / 28 28 22.

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3 Phasen, die Angehörige durchlaufen

In welcher Phase sind Sie?

BESCHÜTZERPHASE

Ihr Partner trinkt gerne und viel, er bagatellisiert sein Verhalten und Sie übernehmen seine Meinung, obwohl ein Gefühl in Ihnen anderer Meinung ist. In der ersten Phase werden Sie sein Verhalten anderen gegenüber erklären, dass er nur bei Feierlichkeiten trinkt, er eine Grippe hat und deshalb so schlecht beieinander ist…..

KONTROLLPHASE

In der zweiten Phase ist Ihnen bewusst, dass er ein Problem hat, trotz vieler Versprechungen schafft er es nicht, mit dem Trinken aufzuhören. Um ihm sein Problem zu beweisen, wird alles kontrolliert. Mit wem geht er weg, wie lange, was hat er getrunken, wo ist der Wein aus dem Keller, warum bist du noch nicht zuhause…? Partys werden nicht mehr besucht, um den Partner besser unter Kontrolle zu haben, Einladungen werden nicht mehr angenommen….

ANKLAGEPHASE

In der dritten Phase glauben Sie immer noch, etwas verändern zu können und kämpfen mit Drohungen, Anklagen und Beschuldigungen. Doch oft ziehen Sie Ihre Androhung nicht durch und verlieren Ihre Glaubwürdigkeit. Der Partner macht weiter wie bisher……..

Diese Phasen kann man bei allen Suchterkrankungen bei den Angehörigen feststellen. Es kostet unglaublich viel Energie, man wartet viele Jahre und hofft immer wieder, doch es ändert sich gar nichts……..

WAS KANN MAN TUN ?

Treten Sie einen Schritt zurück und erkennen Sie, wer den Leidensdruck hat. In erster Linie wollen Sie etwas verändern, nämlich den Süchtigen, doch der sieht dazu keine Veranlassung.

Erst wenn sein Leidensdruck groß genug ist, wird er etwas verändern. Bisher haben Sie alles von ihm abgehalten und er hatte ein leichteres Leben.

Geben Sie ihm wieder die VOLLE Verantwortung für SEIN Leben zurück und kümmern Sie sich nur noch um Ihr Leben.

Was tut Ihnen gut, gibt Ihnen Kraft?

Wann haben Sie das letzte Mal gelacht oder sich mit einer Freundin getroffen?

Finden Sie etwas, was Ihnen Freude macht und tun Sie es, noch heute!

Wenn es Ihnen schwer fällt, begleite ich Sie gerne dabei.