Traumatherapie mit EMDR

Viele Angehörige haben traumatische Situationen erlebt, entweder als Kind in suchtkranken Familien oder als Erwachsene…

Oft leiden sie ein Leben lang darunter, oft mit Gefühlen, die sie nicht zuordnen können, mit auftauchenden Bildern oder auch dem Gefühl der Leere, weil die Erinnerungen unterdrückt werden und sie keinen bewussten Zugang finden.

Was passiert bei einem Trauma?

Bei einschneidenden, lebensbedrohlichen Ereignissen und in Situationen mit großer Angst reagiert unser Organismus mit Schock. Der älteste Teil in unserem Gehirn kennt nur drei Möglichkeiten zu reagieren, mit den drei F´s:

FIGHT => Ich greife an

FLIGHT => Ich flüchte

FREEZE => Ich erstarre

Das kognitive Gehirn, zuständig für Logik, Sprache und Struktur wird ganz oder teilweise von dem emotionalen Gehirn, zuständig für Kreativität, Zeit und Gefühle, abgetrennt.

In lebensbedrohlichen Situationen brauchen wir keine Sprache, sondern eine schnelle Reaktion. Dadurch fehlt uns allerdings später die Verbindung, das Trauma zeitlich, sprachlich und realistisch einzuordnen oder wiederzugeben. Doch die unverarbeiteten Gefühle und Bilder begleiten uns, tauchen auf und möchten gesehen werden.

Wie wirkt EMDR?

E-M-D-R = Eye Movement Desensitization and Reprocessing

Desensibilisierung und Neuverarbeitung durch Augenbewegungen.

Die Verbindung beider Gehirnhälften passiert, indem wir die Augen abwechselnd nach links und rechts bewegen und uns gleichzeitig an die traumatische Situation erinnern.

So werden die abgespaltenen Erinnerungen Stück für Stück zu einer ganzheitlichen Erinnerung und diese wird vom kognitiven Gehirn nun als “Vergangenheit” erkannt.

Betroffene erleben, dass nach einigen EMDR-Sitzungen das Trauma nicht mehr als gegenwärtig empfunden wird, sondern sagen: “Ja, es war schlimm, doch heute ist es vorbei.”

Dadurch entsteht ein innerer Frieden und die Gefühle können da eingeordnet werden, wo sie hingehören, in die Vergangenheit.

Mit meiner Begleitung ist der Prozess leicht und auflösend, es passiert keine Retraumatisierung.

Wenn in der Kindheit viele Defizite entstanden sind, kann man mit EMDR auch einen idealen Vater oder eine ideale Mutter verankern und diese imaginären Bilder werden in die Erinnerungen eingewebt und lassen einen erkennen, dass man jetzt erwachsen ist und gut für sich selber sorgen kann.

Als ausgebildete EMDR-Therapeutin freue ich mich über Ihre Fragen oder Nachrichten unter email hidden; JavaScript is required

 

 

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